Fragen zur Dichtheitsprüfung

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Prüfungsumfang und Prüfungszeitpunkt

Was muss geprüft werden?

Bei einer Zustands- und Funktionsprüfung privater Abwasserleitungen gemäß SüwVO Abwasser ist die gesamte private Abwasserleitung zu prüfen, die im Erdreich oder unzugänglich verlegt ist und die ausschließlich Schmutzwasser oder Mischwasser (d.h. Schmutzwasser mit Niederschlagswasser gemischt) führt. Dazu gehören auch Leitungen, die unter dem Keller oder der Bodenplatte des Gebäudes liegen sowie zugehörige Einsteigeschächte und Inspektionsöffnungen (SüwVO Abw NRW).

Der Grundstückseigentümer muss alle Teile der Abwasserleitung prüfen, die nach Ortsrecht (Satzungsrecht) nicht Bestandteil der öffentlichen Anlage sind. In Abhängigkeit von der Satzung kann das auch die Grundstücksanschlussleitung (Abwasserleitung im öffentlichen Grundstück bis zum öffentlichen Sammler) sein. Ist die Grundstücksanschlussleitung nach der Satzung Bestandteil der öffentlichen Abwasseranlage, so obliegt die Prüfung der Gemeinde.

Wo die Grenze zwischen privater und öffentlicher Abwasseranlage liegt, ist in der Entwässerungssatzung festgeschrieben.

Bis wann muss die Überwachung geprüft werden?

Das Wasserhaushaltsgesetz verpflichtet jeden Grundstückseigentümer zur Überwachung seiner Abwasseranlage nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Nach der neuen SüwVO Abwasser sollen in NRW Anlagen zur Ableitung häuslichen Abwassers alle 30 Jahre überprüft werden.

Landesweite Fristvorgaben bis wann eine erstmalige Prüfung durchgeführt werden muss, regelt die neue SüwVO Abwasser insbesondere für die Prüfung von Neuanlagen und von bestehenden Abwasserleitungen in Wasserschutzgebieten sowie für gewerbliches Abwasser.

Eine Zusammenstellung von Prüffristen, die in NRW landesweit einheitlich geregelt werden, kann dieser Tabelle entnommen werden.

Bei der Festlegung der gesetzlich geforderten Prüffristen für die privaten Abwasseranlagen lassen sich grundsätzlich drei Fälle unterscheiden (SüwVO Abwasser):

  • neu gebaute oder baulich veränderte Abwasserleitungen (unverzügliche Prüfung)
  • bestehende, noch nie geprüfte Leitungen (Erstprüfung)
  • bestehende, schon einmal geprüfte Leitungen (Wiederholungsprüfung)

Nach altem Recht zwischen 1996 und 2013 bereits durchgeführte Prüfungen können als Erstprüfungen anerkannt werden, sofern sie den damaligen Anforderungen entsprochen haben.

Unverzügliche Prüfung

Nach Errichtung einer Abwasseranlage ist unverzüglich eine Dichtheitsprüfung durchzuführen. Das liegt auch im Interesse des Bauherrn, der damit eine Dokumentation über die ordnungsgemäße bauliche Ausführung erhält.

Das Gleiche gilt auch für bauliche Veränderungen der Abwasserleitungen. Darunter wird beispielsweise der Austausch von Leitungen oder die Netzerweiterung verstanden. Zu prüfen sind nicht nur die veränderten bzw. neu gebauten Leitungen, sondern die Prüfpflicht bezieht sich auf alle mit diesen in Verbindung stehenden Grundleitungen.

Erstprüfung

In Wasserschutzgebieten müssen private Abwasserleitungen, die zur Fortleitung häuslichen Abwassers dienen, wenn diese Abwasserleitungen vor dem 01.01.1965 errichtet wurden, und bestehende Abwasserleitungen, die zur Fortleitung industriellen oder gewerblichen Abwassers dienen und vor dem 01.01.1990 errichtet wurden, bis zum 31.12.2015 erstmals geprüft werden. Ansonsten gilt in Wasserschutzgebieten die Frist zum 31.12.2020.

Außerhalb von Wasserschutzgebieten sind bestehende Abwasserleitungen, die zur Fortleitung industriellen oder gewerblichen Abwassers dienen, für das Anforderungen in einem Anhang der Abwasserverordnung festgelegt sind, erstmals bis spätestens zum 31. Dezember 2020 auf Zustand und Funktionsfähigkeit prüfen zu lassen. Für die Prüfung anderer Abwasserleitungen wird keine landesweit geltende Frist zur Erstprüfung vorgegeben.

Abweichend von diesem Termin können Kommunen aber, z.B. für einzelne Stadtgebiete andere Fristen, durch Satzungsregelung festglegen:

  • bei Sanierungsmaßnahmen an öffentlichen Abwasseranlagen
  • bei Inspektions- und Wartungsarbeiten an öffentlichen Abwasseranlagen
  • bei erhöhtem Fremdwasserzufluss

Wiederholungsprüfung

Der NRW-Gesetzgeber schreibt vor, dass die Zustands- und Funktions für häusliches Abwasser alle 30 Jahre zu wiederholen ist (SüwVO Abwasser). Sollten in dieser Zeit bauliche Änderungen an der Abwasseranlage durchgeführt werden, so ist eine sofortige Prüfung erforderlich. Für gewerbliches und industrielles Abwasser gelten die Anforderungen der DIN 1986 Teil 30 bzw. DIN EN 1610.

Prüfverfahren

Wie können Zustand- und Funktion der Grundstücksentwässerungsanlagen geprüft werden?

Private Abwasserleitung für häusliches Abwasser sind in einem Zeitabstand von höchstens 30 Jahren einer Zustands- und Funktionsprüfung zu unterziehen (SüwVO Abwasser). Hierfür stehen grundsätzlich vier Prüfverfahren zur Wahl. Drei Verfahren entsprechen den allgemein anerkannten Regeln der Technik nach DIN 1986 Teil 30 bzw. DIN EN 1610.

  • Optische Inspektion
  • Wasserfüllstandsprüfung
  • Druckprüfung mit Wasser oder Luft

Welches Verfahren als Zustands- und Funktions-Nachweis zu wählen ist, muss der Sachkundige entscheiden.

Unter dem Menüpunkt Dichtheitsprüfung werden die Anwendungsbereiche und die Vor- und Nachteile der Verfahren im Überblick dargestellt und auch im Detail erläutert.

Überblick zu den einzelnen Prüfverfahren

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